Skeptiker vs. Klimaskeptiker – die nächste Runde

“Die kalte Sonne – Warum die Klimakatastrophe nicht stattfindet” heißt das Buch von Fritz Vahrenholt und Sebastian Lüning, das bereits vor Erscheinen das Interesse der Medien auf sich zog. In Blogs und Foren wird das Thema heiß diskutiert. Torald Staud nimmt sich des Themas in der ZEIT  an, wo er auf diverse wissenschaftliche Mängel hinweist. Florian Freistetter zeigt auf, dass die Thesen von Svensmark, einem Kronzeugen von Vahrenholt und Lüning, inzwischen als widerlegt gelten.

Überhaupt scheint das Buch kaum ein Argument zu enthalten, das nicht schon durch diverse Klimaforscher widerlegt wurde, zum Beispiel bei Skeptical Science, Real Climate und inzwischen bei Klimafakten.de, wo ein mit Klimaforschern besetzter wissenschaftlicher Beirat über die Qualität der Inhalte wacht. Dort findet man zum Beispiel Informationen über den Forschungsstand bezüglich der zehn häufigsten Klimamythen. Die Top-Fünf finden sich übrigens alle im Buch von Vahrenholdt und Lüning wieder. Auch die Website ProClim der Schweizer Akademie der Naturwissenschaften ist  eine gute und zuverlässige Quelle zu diesem Thema.  Empfehlenswert sind auch die Informationen der NASA zur globalen Erwärmung (in englischer Sprache). Last but not least ist die deutsche IPCC Koordinierungsstelle zu nennen, die ebenfalls auf häufig gestellte Fragen eingeht.

Eine zentrale These Vahrenholts besagt, dass die globale Erwärmung seit 1998 zum Stillstand gekommen sei. Sehen wir uns dazu die folgende Grafik an, die bei Skeptical Science und Klimafakten.de zu finden ist:

Nun wird Klima nicht über derart kurze Zeiträume definiert, wie auch Staud in der ZEIT moniert. Doch dies ist ein harmloser Patzer im Vergleich zu der klaren Datenselektion, die Vahrenholt und Lüning hier betreiben. Besonders problematisch ist die Wahl des Jahres 1998 als Startpunkt. Man nimmt einen  Ausreißer nach oben und sucht sich eine relativ kurze Periode geringeren Anstiegs danach.  So eine plumpe Datenselektion hätte vermutlich kein Parapsychologe gewagt – die haben übrigens inzwischen methodisch viel dazugelernt. Nicht so Vahrenholt und Co.

Eine weitere Strategie: Um den Einfluss der Treibhausgase klein zu reden, werden im Buch alle anderen Faktoren hochgespielt. Die Autoren werfen beispielsweise dem IPCC vor, dass seine Berechnungen angeblich den Einfluss der Sonne zu wenig berücksichtigen. In Wahrheit wird dieser Effekt selbstverständlich mit einbezogen und für den Anfang des 20. Jahrhunderts auch angenommen.

Während Vahrenholt und Lüning die globale Erwärmung vorwiegend als Ergebnis solarer Aktivitäten betrachten, geht die Mehrheit der Klimawissenschafter davon aus, dass der Einfluss der Sonne in den letzten Jahrzehnten gering war und sich eher abkühlend ausgewirkt hat. Wenn man die Erwärmung der letzten Jahrzehnte betrachtet spricht ein wichtiges Argument für Treibhausgase und nicht für die Sonnenaktivität als die wesentliche Ursache. Die NASA schreibt hierzu (meine Übersetzung):

Wäre eine aktivere Sonne Ursache der Erwärmung, würden Wissenschaftler wärmere Temperaturen in allen Schichten der Atmosphäre erwarten. Stattdessen beobachtet man eine Kühlung in der oberen Atmosphäre, während sich die unteren Teile der Atmosphäre erwärmt haben. Das kommt daher, dass Treibhausgase die Wärme in der unteren Atmosphäre gefangen halten.

Natürlich lebt Wissenschaft davon, dass der jeweilige Forschungsstand herausgefordert wird. Das geschieht in aller Regel durch Publikation in Fachzeitschriften mit peer-review, und so werden Kontroversen innerhalb der Wissenschaft ausgetragen. Wer stattdessen aber als Außenseiter-Autor ein Buch gegen den Stand der Forschung schreibt, muss sich vorwerfen lassen, dass hier um die Wissenschaft herum politischer Druck aufgebaut werden soll. Es geht nicht um die Verbesserung von wissenschaftlicher Erkenntnis, sondern um die Beeinflussung der öffentlichen Meinung an der Wissenschaft vorbei.

Zu diesem Zweck wird bei Vahrenholt und Lüning ein falscher Eindruck von dem vermittelt, was viele zitierten Forscher wirklich sagen und meinen. So berufen sich die beiden Klima-”Skeptiker” beispielsweise auf Michael Lockwood, der über den Zusammenhang zwischen kalten Wintern in Großbritannien und der Sonnenaktivität geforscht hat. Das stimmt zwar, betrifft jedoch regionale Besonderheiten und nicht das globale Klima. Lockwood betont dies sogar ausdrücklich:

But they added that the phenomenon only affected a limited region and would not alter the overall global warming trend.

An anderer Stelle schreibt Lockwood:

It is shown that the contribution of solar variability to the temperature trend since 1987 is small and downward

und

The best estimate is that the anthropogenic factors contribute 75% of the rise since 1987, with an uncertainty range (set by the 2σ confidence level using an AR(1) noise model) of 49–160%; thus, the uncertainty is large, but we can state that at least half of the temperature trend comes from the linear term and that this term could explain the entire rise. The results are consistent with the intergovernmental panel on climate change (IPCC) estimates of the changes in radiative forcing (given for 1961–1995) ….

Um ihre Außenseiterposition zu verteidigen, greifen Vahrenholt und Lüning auch auf das – zumindest bei echten Skeptikern abgelutschte – Beispiel von Alfred Wegener und der Kontinentaldrift zurück. Womit wir bei den klassischen Themen der GWUP sind. Ein Schmankerl finden Skeptiker im Sinne der GWUP vor allem im Gastbeitrag von Nicola Scafetta, der allen Ernstes die Position der Planeten für Klimaschwankungen verantwortlich macht. Wenn Jupiter und Saturn in einer Reihe stehen (große Konjunktion), soll dies die Temperatur der Erde in einem 60-jährigen Rhythmus beeinflussen. Tatsächlich findet die Konjunktion alle 20 Jahre statt und alle 60 Jahre an fast der gleichen Stelle des Sternenhimmels. Laut Scafetta allerdings soll die gebündelte Gravitation der beiden größten Gasplaneten des Sonnensystems die Sonne in diesem 60-jährigen Rhythmus beeinflussen. Seine Thesen werden unter anderem von dem Portal conscious resonance wohlwollend aufgegriffen. Hier ist der wenig überraschende Hinweis angebracht, dass all dies von den Klimaforschen nicht sehr ernst genommen wird.

Das Ziel des Buches wird im letzten Kapitel klar. Dort heißt es, wir hätten genug Zeit, um in aller Ruhe auf erneuerbare Energien umzusteigen. Damit dies glaubhaft klingt, darf der Beitrag der Treibhausgase nicht zu hoch angesetzt werden, auch wenn die Autoren einen gewissen Anteil nicht ganz leugnen. Also gehen Vahrenholt und Lüning von einem Anstieg von 0,75 °C bis 1,25 °C bis zum Jahr 2100 aus, mit dem Hinweis (Literaturquelle 163 in Kapitel 7) auf ein noch im Druck befindliches Buch von S. Ziskin und N.J. Shaviv. Dabei schreiben gerade Ziskin und Shaviv  in der Zusammenfassung ihres Beitrags “Quantifying the role of solar radiative forcing over the 20th century“:

However, we also find that the largest contribution to the 20th century warming comes from anthropogenic sources, with ΔTman = 0.42 ± 0.11 °C.

und verwerfen, wie viele andere “Kronzeugen”, zentrale Thesen des Buches.

Aber vielleicht lohnt sich das Buch doch. Gelernt habe ich einiges, und zwar durch die Recherche zum Thema und beim Durcharbeiten der zahlreichen Referenzen. Man kann Vahrenholt und Lüning zumindest zugute halten, dass sie nicht, wie andere Autoren von Büchern, die mir beim Kauf meines Exemplars mitangeboten wurden, hinter der Klimawissenschaft eine großen Weltverschwörung zur Errichtung einer sozialistischen Weltregierung sehen. Neue Argumente gegen den menschengemachten Klimawandel sucht man allerdings  in der “kalten Sonne” vergebens. Klimaforscher und skeptische Wissenschaftler brauchen ihre Informationen zu den Mythen von “Klima-Skeptikern” jedenfalls nicht  umzuschreiben.

Nachtrag 14.02.2012: Die Klima-Diskussion ist auch Thema bei der Welt-Skeptikerkonferenz vom 18. bis 20. Mai diesen Jahres in Berlin. Der Wissenschafts- und Politikjournalist Chris Mooney spricht dort am Sonntag, 20. Mai, über politisch motivierte Realitätsleugnung am Beispiel der Debatte um die globale Erwärmung.  

Literatur

IPCC, 2007. Häufig gestellten Fragen und Antworten. In: Solomon, S., Qin, D., Manning, M., Chen, Z., Marquis, M., Averyt, K. B., Tignor, M., & Miller, H. L. (eds.). Klimaänderung 2007: Wissenschaftliche Grundlagen, Beitrag der Arbeitsgruppe I zum Vierten Sachstandsbericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC). Cambridge University Press: Cambridge, UK and New York, NY, USA. 36.  http://www.de-ipcc.de/_media/IPCC_FAQ_2007_D.pdf   (Ip052)

10 Kommentare zu “Skeptiker vs. Klimaskeptiker – die nächste Runde”


  1. 1 Hans 14. Februar 2012 um 10:02

    Ich habe eine Frage zu den kurzfristigen und langfristigen Temperaturtrends, wie z.B. in der oben gezeigten Grafik angedeutet. Bei RealClimate gibt es eine Grafik von Gavin Schmidt, in der gemessene Temperaturwerte mit Modellwerten verglichen werden. (http://www.realclimate.org/index.php/archives/2012/02/2011-updates-to-model-data-comparisons/)
    So wie ich die Grafik verstehe, wurden die bis zum Jahr 2000 gemessenen Temperaturen als Basis für eine Vorhersage in die Zukunft genommen. Aktuell liegen Messwerte für die Jahre 2001-2011 vor, die mit der Prognose verglichen wurden. Die Jahre 2006-2011 liegen alle unterhalb des Mittelwerts.
    Wie hoch ist die Chance, dass das Modell stimmt, wenn die Modellannahmen bei elf Überprüfungen sechs mal in Folge unterboten wurden?

  2. 2 Holger 14. Februar 2012 um 10:48

    Seit wann ist der IPCC seriös??? Der Datenfälschung wurden sie schon überführt. Aber kurz ist das öffentliche Gedächtnis……

  3. 3 retiree 14. Februar 2012 um 12:42

    Das hier ist, nehme ich an eine seriöse Quelle:

    http://www.zamg.ac.at/klima/Klimawandel/

    @Holger
    Es gibt kein öffentliches Gedächtnis wie es ebenso keine Schwarmintelligenz gibt.

    Jede Seite sieht nun einmal nur ihre Sichtweise, auch in der Wissenschaft, wenn dann noch knallharte wirtschaftliche Interessen dazukommen treten die “Gläubigen” an irgendwelche Modelle hervor, die jedoch und das ist der Unterschied zum Glauben regelmäßig adaptiert werden, dazu bedarf es allerdings massiver Kritik.
    Dass diese auch nicht immer fruchtet sehen wir ja an der Beteiligung von Hochschulen in der Homöoptathie und diverser Verschwörungstheorien, auch da sind Wissenschaftler beteiligt, Geld heiligt alles.

  4. 4 Kurt 14. Februar 2012 um 13:06

    Wer Vahrenholt Einseitigkeit vorwirft, sollte dann besser nicht einseitige PR-Blogs der Gegenseite zitieren. RealClimate ist ein Blog des ehemaligen PR-Beraters von Al Gore, das bewusst zur politischen Einflußnahme geschaffen wurde.

    Mit dem Jahr 1998 hat Vahrenholt sicher Cherrypicking betrieben. Der Artikel erwähnt aber nicht, dass auch die Jahre darum herum als Startpunkt alle mehr oder weniger eine Stagnation zeigen bzw. zumindest keine signifikante Erwärmung. Gleichzeitig wird eine Grafik von scepticalscience.com gezeigt, die 1973 als Startwert nimmt. “Zufällig” ein Jahr, von dem aus die Steigung danach besonders stark ansteigt, waren die drei Jahrzehnte davor auch von Stagnation geprägt. Wer Cherrypicking Anderen ankreidet und es selbst dann für seine Argumentation benutzt, argumentiert heuchlerisch.

    Dann verwendet der Artikel das Wort leugnen. Die Wortwahl ist beleidigend und eines Beitrages der GWUP unwürdig. Auch der Titel, der Klimaskeptiker per Definition von “echten” Skeptikern trennt deutet an, dass man die andere Seite herabsetzen will, ihr wird gleich das skeptische Denken abgesprochen.

    “Das Ziel des Buches wird im letzten Kapitel klar. Dort heißt es, wir hätten genug Zeit, um in aller Ruhe auf erneuerbare Energien umzusteigen. Damit dies glaubhaft klingt, darf der Beitrag der Treibhausgase nicht zu hoch angesetzt werden, auch wenn die Autoren einen gewissen Anteil nicht ganz leugnen. Also gehen Vahrenholt und Lüning von einem Anstieg von 0,75 °C bis 1,25 °C bis zum Jahr 2100 aus,”

    Dieser Absatz ist exemplarisch. Vahrenholt wird unterstellt, erst eine These zu haben und anschließend die Werte dieser These entsprechend passend zu wählen. Diese Unterstellung mag richtig sein oder aber eine Verleumdung darstellen, beweisen lässt sich die innere Motivation von außen nicht. Dies ist ein Musterbeispiel für eine Projektion.

    Ein Aspekt, der leider überhaupt nicht erwähnt wird, ist das Svensmark These nicht die Einzige ist, die mit der herrschenden These von der fast alleinigen (>=90%) Verantwortlichkeit von Co2 inkl. stark positivem Feedback ist. Da gibt es auch bspw. die Gruppe um Klotzbach, die weitere Erklärungsmöglichkeiten für die bisherige Erwärmung anbieten. Oder auch J. Curry (der beste Klimablog m. E. http://judithcurry.com), die häufig betont, wie unsicher unser Wissen bisher ist und sich zu Recht über Wissenschaftskollegen beschwert, die der Öffentlichkeit aber eine nicht vorhandene Sicherheit vorgaukeln. Eine leider in der Klimawissenschaft verbreitete Unsitte, die man auch in dem Beitrag hier wiederfindet.

  5. 5 Statistiker 14. Februar 2012 um 20:21

    Mich wundert nur eins: Warum stht auf diesem Pamphlet (ein Buch mag ich es nicht nennen) niczt: WERBUNG

    Denn nichts anderes ist es: Werbung für RWE, EON, Vattenfall und Konsorten…..

    Naja, Holger und Kurt werden weiterhin Astroturfing betreiben……

  6. 6 Hanno 14. Februar 2012 um 22:17

    Das ist dann wohl die freundliche Entschuldigung der GWUP, dass hier kürzlich ein Gastautor die Angst vor dem Meeresspiegelanstieg als irrationale Panikmache bezeichnen durfte.

    Aber genau DAS wäre vielleicht die wirklich spannende Debatte: Warum gibt es nicht wenige, die in der Tendenz Skeptikern nahestehen, aber trotzdem Klimaskeptiker sind? (bspw. sind die Blog-Autoren hierfür auch wenig sensibilisiert, wenn ich überlege, wie oft ich mich schon geärgert habe, hier Links auf Artikel von Michael Miersch zu sehen) Ist die simple Formel “alles, was die Ökos sagen, ist unwissenschaftlich” so attraktiv?

    Ich hatte bspw. kürzlich erst gelesen, dass Michael Shermer sich vor nicht allzu langer Zeit noch als Klimaskeptiker gesehen hat. Zu einem Zeitpunkt, als die Wissenschaft kaum weniger eindeutig war als heute.

  7. 7 skeptikus 14. Februar 2012 um 22:52

    @Hanno: zu Michael Shermer möchte ich gern auf folgenden Beitrag verweisen:

    Confessions of a Former Environmental Skeptic

    http://www.michaelshermer.com/2008/04/confessions-of-a-former-environmental-skeptic/

  8. 8 Torsten Werner 14. Februar 2012 um 23:16

    Ich als GWUP-Mitglied bin enttäuscht, dass die GWUP nicht mit Herrn Vahrenholt direkt diskutiert, der zu Diskussionen durchaus bereit ist. Ich habe den Eindruck, dass hier ein einseitiger Standpunkt verbreitet wird, ohne sich mit anderen Argumenten auseinandersetzen zu wollen.

  9. 9 Andreas Dietz 15. Februar 2012 um 12:45

    @ Hanno:

    “(…) dass hier kürzlich ein Gastautor die Angst vor dem Meeresspiegelanstieg als irrationale Panikmache bezeichnen durfte”

    Der Gastautor war ich. Zu Ihrem Einwand: Rational ist, den prognostizierten Meeresspiegelanstieg mit seinen Auswirkungen auf jene Küstenregionen, die nur knapp über NN liegen, ernstzunehmen und sich Maßnahmen zu überlegen, wie damit vor Ort umzugehen sei (Anpassungs- und Schutzmaßnahmen). Irrational ist übertriebene Panik, die sich u.a. darin äußert, dass deutsche Großstädte im Binnenland schon als baldige Küstenstädte gesehen werden. Hannover, das Beispiel in meinem Gastkommentar, liegt 55 Meter über NN und dürfte vom zu erwartenden Meeresspiegelanstieg, der durch die Klimaerwärmung verursacht wird, wohl nicht betroffen werden. Das wäre in etwa die gleiche Panikmache wie die Angst davor, dass schwere Erdbeben deutsche Atomkraftwerke zum GAU führen könnten.

    “(…) wie oft ich mich schon geärgert habe, hier Links auf Artikel von Michael Miersch zu sehen (…)”

    Michael Miersch vertritt zwar klimaskeptische Positionen, was aus Sicht der GWUP kritikwürdig ist. Der Journalist geht jedoch in anderen Bereichen mit uns konform (Kritik an Esoterik und Alternativmedizin). Wenn wir einzelne Beiträge verlinken, machen wir uns seine sonstigen politischen Ansichten als Verein nicht zu eigen. Bitte spezifizieren Sie Ihre Kritik an Miersch.

    @ Torsten Werner:

    “Ich als GWUP-Mitglied bin enttäuscht, dass die GWUP nicht mit Herrn Vahrenholt direkt diskutiert, der zu Diskussionen durchaus bereit ist. Ich habe den Eindruck, dass hier ein einseitiger Standpunkt verbreitet wird, ohne sich mit anderen Argumenten auseinandersetzen zu wollen.”

    Amardeo Sarma hat das Buch Vahrenholts gelesen und sich mit seinen Argumenten auseinandergesetzt. Ich selbst bin noch dabei. Und ganz sicher tun das auch andere Skeptiker. Diese Offenheit ist kennzeichnend für die skeptische Haltung. Das Ergebnis dieser Auseinandersetzung muss dann aber – auch wenn es einseitig (besser: eindeutig) ist – akzeptiert werden. Im Übrigen ist die Sicht im oben geposteten Beitrag ja nicht undifferenziert: So hebt sich Vahrenholt ja durchaus wohltuend von anderen Klimaskeptikern dadurch ab, dass er sich nicht als ideologisierter Verschwörungstheoretiker verkauft.

    Eine direkte Diskussion mit Vahrenholt und seinem Ko-Autor durch die GWUP halte ich für gar keine so schlechte Idee. Schließlich lädt der Verein auch jährlich Pendler und Wünschelrutengänger ein, um ihre behaupteten Fähigkeiten zu testen. Wie ich oben schrieb, gehört es zur skeptischen Haltung, Vertreter außergewöhnlicher Behauptungen zunächst ernstzunehmen. Zu so einer Idee gibt es aber sicher unterschiedliche Auffassungen in der GWUP.

  10. 10 Bernd Harder 15. Februar 2012 um 12:49

    @Hallo Herr Werner, ich habe irgendwann aufgehört zu zählen, wie viele Interviews mit Herrn Vahrenholt ich in den letzten Tagen gelesen habe – selbst mir würde da kaum noch eine offene Frage einfallen.

    Und was die Argumente von Herrn Vahrenholt angeht: Stehen die nicht auch in seinem Buch?

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