Homöopathie: Wo bleiben die Nobelpreise?

Bei der 20. GWUP-Konferenz in Essen referierte der Physiker Prof. Martin Lambeck zum Thema Komplementärmedizin. Im Folgenden dokumentieren wir einen kurzen Auszug aus seinem Vortrag.

Betrachten wir das häufig verwendete Homöopathikum Belladonna D30. Belladonna heißt auf deutsch Tollkirsche. Das D kommt vom lateinischen Wort für 10. D30 heißt also, dass 30 mal 1:10 verdünnt wurde.
Diese Verdünnung entspricht dem Auflösen eines Zuckerstückchens in einer Wassermenge, die in tausend Erdkugeln Platz hat. Vergleichen Sie das Becken, in dem Gläser gespült werden, mit dem Volumen von tausend Erdkugeln, dann verstehen Sie meinen Satz:

In keinem Restaurant wird Ihr Glas von den Spuren des vorigen Getränks und des vorigen Trinkers so perfekt befreit wie ein Fläschchen Belladonna D30 von Belladonna. Wo Belladonna D30 draufsteht, ist kein Belladonna drin.”

Wichtig für die Homöopathie sind die Präparate in der Potenz C30, weil nach Hahnemann (§128 Organon) damit die Arzneimittelbilder festgestellt werden. Diese Arzneimittelbilder sind die Grundlage der homöopathischen Therapie. Die Homöopathie steht und fällt also mit der Herstellbarkeit und Wirksamkeit der C30–Präparate. Das C kommt vom lateinischen Wort für 100. C30 heißt, dass 30 mal 1:100 verdünnt wurde. Hier reicht nicht mehr das Wasser in Erdkugeln, hier kann man nur noch mit Milliarden von Galaxien rechnen.

Nachdem wir wissen, dass in einem Hochpotenzhomöopathikum „nichts drin“ ist, stelle ich die umgekehrte Frage: „Was ist drin?“ Was drin ist, sagt das Homöopathische Arzneibuch. Es schreibt vor, dass zum Potenzieren, also Verdünnen mit dazwischen geschaltetem Schütteln, „gereinigtes Wasser“ und „Alkohol“ zu verwenden ist.
Wasser und Alkohol sind aber keineswegs völlig reine Substanzen. In manchen Gebieten enthält Wasser Kalk, in anderen Eisen. Der Alkohol enthält unterschiedliche Nebenbestandteile, je nachdem, ob er aus Roggen, Kartoffeln, Mais, Zuckerrohr usw. hergestellt wurde. Diese Nebenbestandteile werden mitpotenziert. Wie viel Nebenbestandteile enthalten sein dürfen, sagt uns das Europäische Arzneibuch. [1]

Beim „gereinigten Wasser“  darf der Verdampfungsrückstand je 100 ml 1 mg betragen. Das entspricht D5. Außerdem darf gereinigtes Wasser je ml 100 Mikroorganismen enthalten.
Beim Alkohol beträgt der erlaubte Verdampfungsrückstand 2,5 mg je 100 ml. Dazu kommen die flüchtigen Bestandteile. Das Europäische Arzneibuch geht davon aus, dass der Alkohol 16 Nebenbestandteile enthält. Insgesamt darf die Summe der flüchtigen Bestandteile 300 ppm betragen. Das ist mehr als D4.  Das ist kein billiger Schnaps, sondern der Apotheker-Alkohol, mit dem die Homöopathika hergestellt werden.

Der Hersteller wird als Wasser bzw. Alkohol immer die Produkte verwenden, die jeweils am billigsten verfügbar sind. Je nach Marktlage ergeben sich so z.B. „Eisen in Kartoffel“ mit Mikroorganismen aus der Spree oder „Kalk in Zuckerrohr“ mit Mikroorganismen aus der Donau.

Es entstehen also zwei völlig unterschiedliche Präparate, die nur zwei Dinge gemeinsam haben. Es steht Belladonna drauf. Es ist kein Belladonna drin.

Der Alkohol darf 16 Nebenbestandteile enthalten. Ich greife eines heraus, das wir alle kennen, nämlich das hochgiftige Benzol. Der Benzolgehalt darf 2 ppm betragen. Das entspricht D6. Denken wir wieder an Belladonna D30. Dieses enthält also 10^24 mal mehr Benzol als Belladonna. Das Hahnemann – Präparat mit C30 entspricht D60. Da ist dann 10^54 mal mehr Benzol drin als der Stoff, der auf dem Etikett angegeben ist. Aus allem folgt: Hochpotenz-Homöopathika können gar nicht hergestellt werden.

Somit lauten meine falsifizierbare Thesen:

  • Im Hochpotenzbereich kommt es auf den Inhalt der Flasche gar nicht an. Nur das Etikett wirkt auf Arzt und Patient.
  • Alle mit C30 – Präparaten erstellten Arzneimittelbilder und daher auch die darauf beruhenden Therapien sind falsch.

Werden Streukügelchen korrekt nach § 270 Organon hergestellt, sind auch noch die Nebenbestandteile des Milchzuckers und des Fließpapiers enthalten.

Ich lasse alle physikalischen Bedenken weg und nehme an, dass die Homöopathen recht haben: Hier ist zwar kein Belladonna als Materie drin, wohl aber die „Schwingung“ des Belladonna. Dann muss diese Schwingung medizinisch auf den Menschen wirken können.
In der naturwissenschaftlich begründeten Medizin nimmt man an, dass die Medikamente auf der molekularen Ebene wirken. Ein Molekül des Medikaments kommt so nahe an die Moleküle des Körpers heran, dass sich die Materiewellen der Moleküle überlappen und so eine Bindung nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip zustande kommt. Man spricht vom „Andocken an einen Rezeptor“.

Beim Homöopathikum muss das anders sein. Die bekannten Rezeptoren können die Schwingungen des Homöopathikums nicht wahrnehmen, weil sie nur auf Materie ansprechen. Der Mensch muss also irgendwelche Wahrnehmungsorgane für diese Schwingungen besitzen. Ich will sie einfach „Sensoren“ nennen. Derartige Sensoren sind der heutigen Medizin unbekannt. Wenn sie existieren, müssen die Lehrbücher „Physiologie des Menschen“ sowie „Pharmakologie und Toxikologie“ neu geschrieben werden und es ist mindestens je ein Nobelpreis für Physik, Chemie und Medizin fällig.


[1] Europäisches Arzneibuch 4. Ausgabe. Grundwerk 2002. Ethanol S. 1818 -1821, Wasser S. 3140 – 3142

20 Kommentare zu “Homöopathie: Wo bleiben die Nobelpreise?”


  1. 1 Tobi 18. Mai 2010 um 14:54

    Diese Argumentation ist ja bekannt. Doch was sage ich “Gläubigen”, die akzeptieren, dass Homöopathie nur Placeboeffekt hat und sagen: Ich nehe es trotzdem, es geht mir dadurch gut, mir ist egal, dass es nur der Placeboeffekt ist. Vzw. Es schadet ja nicht und kann sogar wirken, warum soll ich es nicht damit probieren?

  2. 2 Lisa Wagner 18. Mai 2010 um 17:27

    Ich kann nur zustimmen! Prima Artikel!
    Siehe auch http://medctr.de/index.php?page=hom für mehr zum Wahnsinn.

  3. 3 excanwahn 18. Mai 2010 um 17:53

    @Tobi

    Vielleicht versuchen Sie es mal mit folgender Argumentation:

    1. Wenn der Placebo-Effekt – also die Selbstheilungskraft – allein ausreicht, um zu genesen, brauchtest du kein Placebo-Mittel.
    Vetraue doch einfach auf die Fähigkeiten deines Körpers.

    2. Wenn Du eine ernsthafte Erkrankung hast – bei der die Selbstheilungskraft allein wohl nicht mehr reicht, dann kommst du mit Placebo-Mittel nicht aus, sondern brauchst ein wirksames Medikament.

    Wofür also Homöopathie ?

  4. 4 Dexter 18. Mai 2010 um 20:34

    Was ihr nur immer alle habt. Homöopathie kann Leben retten. Hier ist der Beweis:
    http://www.nydailynews.com/gossip/2009/12/07/2009-12-07_nearly_impossible_to_od_on_drug_she_took.html

  5. 5 Dexter 18. Mai 2010 um 21:46

    Gut, der Text versucht die Homöopathen zu schmähen, aber die Ausführungen im Artikel sind nicht schlüssig. Die Kernaussage ist zusammengefasst doch folgende: Im verkauften Produkt sind mind. 10 hoch xx mal mehr Nebenstoffe als Wirkstoff, von dem u.U. sogar überhaupt nichts mehr enthalten ist. Das stimmt zwar, nur ist diese Feststellung für die Homöopathen wahrscheinlich irrelevant (wie leider so vieles andere auch).

    Die (wirre) Annahme der Homöopathen ist ja folgende: Die Wirkmechanismen der homöopathischen Mittel sind nicht in einer stofflichen Anlage begründet, sondern basieren ausschließlich auf dem Vorgang einer “Informationsübertragung” (unabhängig von einem Wirkstoff). Die Informationsübertragung ist nur dann gewährleistet, wenn bestimmte Bedingungen stimmen. Zu diesen gehört, dass die initiale Übertragung (die durch jede weiter Stufe verstärkt wird) mit der “Ursubstanz” in hoher Konzentration erfolgen muss. Verunreinigung werden so also nicht mit jeder “Potenzierungsstufe” mitverstärkt. Somit erübrigt sich viel der Rechnerei im Artikel.

    Ein kreativer Aspekt des Artikels ist allerdings die Einführung von notwendigen “Sensoren”. Nobelpreise werden jetzt also schon für die Erklärung des Übersetzungsmechanismus vom “informellen” ins “stoffliche” am Zielobjekt in Aussicht gestellt.
    Nun, es ist allerdings fraglich ob diese Lösung einfacher zu finden ist, als die Erklärung der “Informationsübertragung” beim “Potenzieren”.
    Den Wissenschaftlern, ähhm: “Alternativmedizinern” ist es bisher ja nicht einmal gelungen, überhaupt eine Wirkung ihrer “Arznei” nachzuweisen. Also was soll das?!

  6. 6 Udo 20. Mai 2010 um 14:20

    Ich glaube nicht an Homöopathie und hab für so einen Quark auch noch nie auch nur einen Cent ausgegeben. – Für mich sind das alles Scharlatane.

  7. 7 fabs 24. Mai 2010 um 15:22

    Gut, mit dem Wikungsnachweis für Homöopathika gibt es Probleme. Für den praktizierenden Homöopathen ist das bedeutungslos, denn er weiß aus vielen Fällen, dass die Wirksamkeit besteht. Aber hier steht der Hausverstand gegen Prüfmethoden, die ungeeignet sind, da das hohe Maß der Individualität, das die Homöopathie ausmacht, eben durch schubladisierende Doppelblindstudien nicht erfasst werden kann. Trotzdem, man sollte die Zweifler ihren Zweifeln überlassen, andererseits wäre es einfach sie zu überzeugen – eine lege artis durchgeführte Arzneimittelprüfung würde dazu ausreichen. Allerdings zweifle ich daran, ob sie dann auch die Grösse hätten, ihre Fehleinschätzung zuzugeben.

  8. 8 Bernd Harder 24. Mai 2010 um 16:28

    @fabs:

    < < Für den praktizierenden Homöopathen ist das bedeutungslos, denn er weiß aus vielen Fällen, dass die Wirksamkeit besteht. >>

    *Woher* weiß er denn das so genau? Schon an dieser Stelle beginnt die klassische Selbsttäuschung der Homöopathen.

    http://blog.gwup.net/2010/02/25/wer-heilt-hat-recht-falsch/

    < < Aber hier steht der Hausverstand gegen Prüfmethoden, die ungeeignet sind, da das hohe Maß der Individualität, das die Homöopathie ausmacht, eben durch schubladisierende Doppelblindstudien nicht erfasst werden kann. >>

    Doch, kann sie. Jede Therapie lässt sich unvoreingenommen prüfen – aber eben nur im Doppelblind-Experiment, bei dem der Placebo-Effekt quasi “herausgekürzt” wird: Weder Patienten noch Therapeuten dürfen wissen, wer die echte Arznei und wer das Placebo erhält.

    http://www.gwup.org/infos/themen-nach-gebiet/332-fragen-und-antworten-zur-homoeopathie?catid=77%3Akomplementaer-und-alternativmedizin-cam

  9. 9 fabs 26. Mai 2010 um 18:29

    “*Woher* weiß er denn das so genau? Schon an dieser Stelle beginnt die klassische Selbsttäuschung der Homöopathen.”

    Weil er den Hausverstand einer höchst zweifelhaften Wissenschaftsgläubigkeit vorzieht – nach dem Motto: “die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse sind zugleich die letzen Irrtümer”

    Die Wirkung homöopathischer Arzneimittel werden immer wieder an Gesunden mittels Doppelblindstudien überprüft. Wie kommmt es nun, dass in der Verum-Gruppe sich die Symptome bei zugehörigen Arzneimitteln immer wiederholen? Wer hier von Placebo-Effekt spricht, hat sich mit der Materie nie wirklich auseinandergesetzt.

  10. 10 Bernd Harder 27. Mai 2010 um 17:58

    @fabs:

    << Weil er den Hausverstand einer höchst zweifelhaften Wissenschaftsgläubigkeit vorzieht – nach dem Motto: “die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse sind zugleich die letzen Irrtümer” <<

    Oh gewiss, ja – zu blöd aber auch, dass die Wissenschaft ihre Erkenntnisse ständig permanent selbst in Frage stellt, überprüft, Fehler zugibt und korrigiert und sich immer weiter entwickelt – anstatt, wie Homöopath und Co., seit Jahrhunderten unsinnigen, zig-fach wiederlegten und falschen Glaubenssätzen eisern anzuhängen …
    Gott bewahre, dass ich jemals als Patient dem "Hausverstand" eines Homöopathen in die Hände falle.

    << Die Wirkung homöopathischer Arzneimittel werden immer wieder an Gesunden mittels Doppelblindstudien überprüft. Wie kommmt es nun, dass in der Verum-Gruppe sich die Symptome bei zugehörigen Arzneimitteln immer wiederholen? <<

    Wie kommt es nun, dass Homöopathie-Fans immer wieder diesselben unbelegten Behauptungen wiederholen, ohne jemals auch nur eine dieser "Studien" konkret zu nennen und damit eine kritische Nachprüfung zu ermöglichen?

  11. 11 Emily 31. Mai 2010 um 11:13

    Gut, der Text versucht die Homöopathen zu schmähen, aber die Ausführungen im Artikel sind nicht schlüssig. Die Kernaussage ist zusammengefasst doch folgende: Im verkauften Produkt sind mind. 10 hoch xx mal mehr Nebenstoffe als Wirkstoff, von dem u.U. sogar überhaupt nichts mehr enthalten ist. Das stimmt zwar, nur ist diese Feststellung für die Homöopathen wahrscheinlich irrelevant (wie leider so vieles andere auch).

    Die (wirre) Annahme der Homöopathen ist ja folgende: Die Wirkmechanismen der homöopathischen Mittel sind nicht in einer stofflichen Anlage begründet, sondern basieren ausschließlich auf dem Vorgang einer “Informationsübertragung” (unabhängig von einem Wirkstoff). Die Informationsübertragung ist nur dann gewährleistet, wenn bestimmte Bedingungen stimmen. Zu diesen gehört, dass die initiale Übertragung (die durch jede weiter Stufe verstärkt wird) mit der “Ursubstanz” in hoher Konzentration erfolgen muss. Verunreinigung werden so also nicht mit jeder “Potenzierungsstufe” mitverstärkt. Somit erübrigt sich viel der Rechnerei im Artikel.

    Ein kreativer Aspekt des Artikels ist allerdings die Einführung von notwendigen “Sensoren”. Nobelpreise werden jetzt also schon für die Erklärung des Übersetzungsmechanismus vom “informellen” ins “stoffliche” am Zielobjekt in Aussicht gestellt.
    Nun, es ist allerdings fraglich ob diese Lösung einfacher zu finden ist, als die Erklärung der “Informationsübertragung” beim “Potenzieren”.
    Den Wissenschaftlern, ähhm: “Alternativmedizinern” ist es bisher ja nicht einmal gelungen, überhaupt eine Wirkung ihrer “Arznei” nachzuweisen. Also was soll das?!

  12. 12 Andi 10. Juni 2010 um 21:08

    An Tobi (was sage ich den Gläubigen): Das frage ich mich auch immer wieder. Was bringt einen Menschen nach Erreichen des Alters von 10, 11 Jahren noch dazu, an den Samichlaus zu glauben (oder eben die Homöopathie oder das Christus-Chindli)?
    A) Gläubige Menschen sind faule, desinteressierte Menschen. Die taegliche Büez, am Abend das Bier und Germany’s next top model. Zu mehr reicht es nicht. Denn die rationale Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Fragen verlangt einem Arbeit ab. Das nennt man Studium, Forschung, hartes Brot der Erkenntnisgewinnung, Skepsis, etc. etc. Dagegen ist Glauben doch so simpel und bequem: Man braucht bloss 1 Buch zu lesen (z.B. die Bibel) – das hat man in 2-3 Tagen gemacht – und danach kann man intellektuell verharren. Hybernation total.
    B) Gläubige Menschen sind dumm. Intellektuell unterdotiert.
    C) Gläubige Menschen sind schlau und ziehen andere Menschen über den Tisch. Die Anderen sind eben die erwähnten Unmündigen. Damit lässt sich gut Kohle machen (Similasan setzt ca. 100 Mio CHF um).
    D) Gläubige Menschen sind Kindsgeschändete. Opfer. Man hat ihnen nicht zwischen die Beine gegriffen. Man ihre Hirn von Beginn weg mit Scheisse vollgestopft. Das Religions-Virus ist brutal. Das Medikament dagegen ist Aufklärung. Die Nebenwirkung ist hart. Bisweilen die vorübergehende soziale Isolation (Ausschluss aus der Gemeinde der Gläubigen).

  13. 13 sylvia 12. Juni 2010 um 19:26

    @Andi:
    Du hast wohl schlechte Erfahrungen mit Gläubigen gemacht? Kommt vor, manche sind wirklich verbohrt. Aber da ich mich selbst als gläubigen Menschen bezeichne (ich glaube an Gott), kann ich dir sagen, dass man als solcher durchaus kritisch sein kann. Du schreibst das ganz richtig: Studium, Forschung, hartes Brot, Skepsis. All das tun und haben Millionen von Gläubigen. Das macht den Glauben aus: Immer wieder neue oder bestätigte Erkenntnisse und Erfahrungen eben gerade durch diese Dinge. Gläubige Menschen sind nicht automatisch dumm, geschädigt oder haben das Hirn voller Scheisse. Fass dich mal an die eigene Nase: Andere so pauschal zu verurteilen zeugt auch nicht gerade von Intelligenz, oder?

  14. 14 Rebecca Lublin 8. Februar 2011 um 10:11

    @ Andi:

    Genauso gut ließe es sich schreiben: Leute, die pauschal urteilen, sind dumm ;)

    BTW., kennst Du wirklich jemanden, die die Bibel, also das Alte und Neue Testament, womöglich noch mit kritischem Apparat, in nur drei Tagen durchgelesen hat? Je nach Ausgabe kommen wir da auf 1.200 kleingedruckte Seiten. Das soll jemand mal vormachen.

    Unkritisches, blindes Glauben – egal ob an Jahwe, Jesus, Xenu, Spaghettimonster, menschengemachten Klimawandel, UFOs, Weltverschwörung oder Homöopathie – findet sich in der Tat oft bei stark indoktrinierten Menschen. Diese müssen nicht unbedingt “dumm”, “faul” oder sonstwie geschädigt sein. Sie müssen auch keine Betrüger sein. Vielleicht durchlaufen sie gerade eine labile Phase ihres Lebens und sind daher stark beeinflussbar (das nutzen diverse Sekten). Oder sie kennen es nicht anders, weil sie es vom Haus aus so mitbekamen (das zu ändern ist die Aufgabe der Aufklärung, also unsere).

    Für meinen Part glaube ich wohl an die Existenz eines Gottes (dies im Detail zu erklären, würde hier den Ramen sprengen), was mich aber nicht davon abhält, ein, wie ich meine, humanistisch und wissenschaftlich basiertes Weltbild zu pflegen – und humantistisch bedeutet für mich immer noch: “nil humanum a me alienum esse puto”. Glaube, Poesie, Träume gehören für mich zum humanum genauso wie Wissenschaft und Ratio.

    In diesem Sinne: Grüße vom Alsterufer…

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