Skeptiker vs. Klimaskeptiker

Während die neueste Skeptiker-Ausgabe sich mit eingebildeten Gefahren der grünen Gentechnik befasst, ist die Desinformation über Globale Erwärmung das Thema in der neuesten Ausgabe von Skeptical Inquirer. Anfang der 80er Jahre gab es erste konkrete Vermutungen über einen Zusammenhang menschlichen Tuns und der Erwärmung der Erdatmosphäre. Inzwischen besteht hierüber Konsens unter Klimaforschern: Während sich Fachwissenschaftler darüber streiten, wie hoch die von Menschen verursachte Erwärmung ausfällt, ist die Übereinstimmung, dass dieser Zusammenhang besteht, einstimmig. Die Aussagen des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) gibt in etwa die mittlere Erwartung wieder.

In seinem SI-Artikel Disinformation about Global Warming schreibt David Morrison, wie schockiert er war, dass dieser Zusammenhang auch unter manchen Skeptikern bestritten wurde. Er zeigt die Unhaltbarkeit von 10 häufigen Argumenten der Klimawandel-Leugner. Unter anderem erläutert er, dass die Temperaturen heute höher sind als in den letzten paar tausend Jahren und dass sie Mitte des 20. Jahrhunderts das letzte Hoch von vor etwa tausend Jahren überschritten hatten. Er geht zuletzt auch auf die bekannt gewordenen Emails von britischen Wissenschaftlern ein. Natürlich “menschelt” es auch bei Wissenschaftlern, schreibt er, doch gäbe es keinen Hinweis auf eine Verfälschung oder eine Unterdrückung von Daten. Nichts in dieser Kontroverse ändere was am derzeitigen Wissensstand oder am wissenschaftlichen Konsens.

Zum Schluss geht Morrison auch darauf ein, dass die CO2-Produktion weiter am steigen ist und dass die potentiellen problematischen Auswirkungen dramatisch sein können. Auch wenn es richtig sei, als Skeptiker über spezielle Vorhersagen skeptisch zu bleiben, sollten wir unsere Augen nicht davor verschließen, was auf unserem Planeten jetzt los ist.

Unsere  Verantwortung hört nicht bei der wissenschaftlichen und kritischen Information über unhaltbare pseudowissenschaftliche Thesen auf. Als GWUP und als Skeptiker bleibt es auch unsere Aufgabe, dort auf pseudowissenschaftliche und irreführende Desinformation einzugehen, wo der wissenschaftliche Stand der Dinge auf den Kopf gestellt wird. Der Stand der Wissenschaft wird immer wieder der Wunschwelt mancher religiösen, politischen oder weltanschaulichen Ideologien und Interessenlagen entgegenstehen, wie man zu den Themen Evolution, Klimawandel und grüne Gentechnik sieht. Eine zutreffende Einschätzung der realen Welt ist alle Mal besser, als den Scheinwelten der Ideologien auf den Leim zu gehen. Auch wenn man von liebgewonnenen Überzeugungen Abschied nehmen muss.

Gute wissenschaftlich fundierte Quellen für weitere Informationen zum Thema Klimawandel sind RealClimate und SkepticalScience.

86 Kommentare zu “Skeptiker vs. Klimaskeptiker”


  1. 1 Gerhard Kramm 10. März 2011 um 20:35

    @Holtkamp,

    die Daten des MetOffice Hadley-Centre, soweit sie auf der Webseite zur Verfuegung stehen, befinden sich auch auf meinem Computer. Wenn ich weitere Daten haben moechte, dann brauche ich meine Fachkollegen im MetOffice nur anzuschreiben.

    Hier wurde behauptet, dass 2005 und 2010 die “waermsten” Jahre gewesen seien, was nur nach NASA-GISS gilt. Die Daten des HAdley-Centre belegen das nicht. Es ist in Fahckreisen schon lange bekannt, dass sich diese Daten voneinander unterscheiden, was Sie offenbar nicht wahrhaben wollen.

    Wenn Sie von einem Selektieren der Daten schwadroinieren, dann reden Sie nur dummes Zeug. Wo habe ich denn Daten selektiert? Zudem habe ich noch Phil Jones zitiert. Wenn Sie nicht wissen, wer Phil Jones ist, dann ist das Ihr Problem.

    Sie sollten einen Blick auf den $. Bericht der WG I zum IPCC werfen, damit Sie eine Vorstellung davon bekommen, wieviele Mitarbeiter des Hadley-Centre an der Erstellung des Berichts beteiligt waren. Die Bedfeutung des Hadley-Centre geht weit ueber die von NASA-GISS hinaus.

    MfG

  2. 2 Gerhard Kramm 10. März 2011 um 21:20

    @Sarma,

    warum schreiben Sie nur soviel dummes Zeug zusammen? Sie zitieren Holtkamp, obwohl alles, was er zur Selektierung von Daten schrieb, an Sinnlosigkeit nicht zu ueberbieten ist.

    Hier wurde behauptet, dass 2005 und 2010 die “waermsten” Jahre gewesen seien., was nur nach NASA-GISS gilt, aber nicht nach den Daten des Hadley-Centre. Damit ist also die Aussage zum “waermsten” Jahr zu relativieren. Sie untersuchen offenbar nicht

    Die Bedeutung der statistischen Signifikanz kennen Sie offenbar nicht. Da nuetzt es natuerlich nichts, wenn ich Phil Jones zitiere.

    Dass 1998 durch das Auftreten eines El Nino beeinflusst wurde, ist bekannt. Das gilt aber genauso fuer 2005 und 2010.

    Sie behaupten:

    “Standardtexte mit ziemlich schwachen Pauschalsätzen hier hineinzukopieren.”

    Offenbar arbeiten Sie mit der Methode der Diffamierung. Ich habe hier keine Texte reinkopiert. Ich habe im wesentlichen die Ergebnisse einer Arbeit (peer-reviewed) zusammengefasst, die ich zusammen mit meinem Ko-Autor Dr. Dr. habil. Dlugi im vergangenen Jahr publiziert habe.

    Ueber den historischen Hintergrund der Klimadiskussion sind Sie voellig uninformiert. Die eigenliche Diskussion begann schon in den 50er Jahren. Allerdings spielen die beiden Arbeiten von Moeller & Manabe (1961) und manabe & Moeller (1961) eine bedeutende Rolle. Sie zaehlen zu den Laien, die wenig wissen, aber umso forscher auftreten. Nur hat forsches Auftreten nichts mit Forschung zu tun.

    Sie untersuchen nicht Parawissenschaften mit wissenschaftlichen Methoden, sondern Sie tragen dazu bei, Parawissenschaften mit unwissenschaftlichen Methoden zu kreieren.

    MfG

  3. 3 Holtkamp 10. März 2011 um 22:10

    @Kramm: Die vollständigen Daten habe ich bereits in mein vorherigen Beitrag verlinkt. Klicken wäre hilfreich. Natürlich haben Sie die Daten selektiert. Sie haben den Bereich ausgepickt, in der die Änderung am kleinsten scheint. Das ist Irreführung! Natürlich gibt in jedem Verlauf Zeitbereiche in dem die Schwankungen kleiner sind! Warum verschweigen Sie den gesamten Verlauf?

    Nochmal also, speziell für Sie die ganzen Daten: http://hadobs.metoffice.com/hadcrut3/diagnostics/comparison.html
    und http://hadobs.metoffice.com/hadcrut3/diagnostics/global/nh+sh/annual

    Und falls das zu schwer ist, hier die Daten ab 1975 als Auflistung:
    1975 -0.134
    1976 -0.230
    1977 0.058
    1978 -0.050
    1979 0.056
    1980 0.101
    1981 0.130
    1982 0.008
    1983 0.187
    1984 -0.011
    1985 -0.019
    1986 0.022
    1987 0.167
    1988 0.163
    1989 0.095
    1990 0.248
    1991 0.198
    1992 0.058
    1993 0.103
    1994 0.165
    1995 0.275
    1996 0.124
    1997 0.356
    1998 0.517
    1999 0.263
    2000 0.239
    2001 0.399
    2002 0.456
    2003 0.459
    2004 0.431
    2005 0.474
    2006 0.427
    2007 0.402
    2008 0.312
    2009 0.439
    2010 0.499

    Die Daten ab 1975 sind deshalb insbesondere von Bedeutung, weil bereits ab hier die Klimaforscher einen ähnlichen, zukünftigen Verlauf prognostiziert haben. Mein Interesse wurde beispielsweise während meines Physik-Studiums in einer Vorlesung von Prof. Dr. Heinloth (http://de.wikipedia.org/wiki/Heinloth) in Bonn im Jahre 1984 geweckt.

    Politikern war das Phänomen übrigens zu der Zeit völlig unbekannt!

  4. 4 lab 11. März 2011 um 02:19

    @Kramm: Wenn Sie schon Phil Jones zitieren, zitieren Sie ihn doch bitte richtig. Hier das korrekte Zitat inkl. Zusammenhang:

    “BBC: Do you agree that from 1995 to the present there has been no statistically-significant global warming

    Phil Jones: Yes, but only just. I also calculated the trend for the period 1995 to 2009. This trend (0.12C per decade) is positive, but not significant at the 95% significance level. The positive trend is quite close to the significance level. Achieving statistical significance in scientific terms is much more likely for longer periods, and much less likely for shorter periods.”
    (http://news.bbc.co.uk/2/hi/science/nature/8511670.stm)

    Er sagt also, dass es einen Erwärmungstrend gibt, der knapp unter dem 95% Signifikanzlevel liegt, weil es sich um eine zu kurze Periode handelt.

    Diese Aussage so zu verkürzen, wie Sie es tun, und zu suggerieren, es gäbe keine (nennenswerte) Erwärmung, ist ein durchsichtiger Trick. Wobei ich durchaus zugebe, dass andere “Klimaskeptiker” dabei deutlich dreister vorgehen.

    Andere sind hier i.ü. mit Jones nicht einer Meinung (http://tamino.wordpress.com/2011/01/21/phil-jones-was-wrong/) und sehen schon einen auch signifikanten Trend.

    Geht man i.ü. nur ein Jahr weiter zurück – nach 1994, schafft man die 95% locker.

  5. 5 Amardeo Sarma 11. März 2011 um 07:35

    @Kramm: Statt immer wieder vom Thema abzulenken erklären Sie bitte, warum Sie gerade die Periode vom 1997 bis 2010 auswählen? Zur Datenselektion gehört auch die Periode und die Quelle der Daten so auszuwählen, um die eigene These zu stützen. Können oder wollen Sie das nicht begründen?

  6. 6 Amardeo Sarma 11. März 2011 um 07:39

    Hier noch eine aktuelle Meldung zur Gletscherschmelze im Spiegel.

  7. 7 Gerhard Kramm 11. März 2011 um 20:17

    @Holtkamp,

    Es ging allein um die Frage hinsichtlich der “waermsten” Jahre 2005 und 2010. Das hatte ich an Hand der Daten des Hadley-Centre widerlegt. Um mehr ging es gar nicht. Von einer Selektion der Daten kann also gar keine Rede sein.

    Selbstverstaendlich reichen die Daten des Hadley-Centre bis 1850 zurueck, was z.B. in der Abb. 7 der Arbeit von Kramm & Dlugi (2010) illustriert ist.

    Offenbar sind Sie nicht in der Lage zu begreifen, dass ein Temperaturtrend nichts mit der statistischen Beschreibung von Wetterzusyaenden zu tun hat. Wer sind Sie eigenlich, dass Sie glauben, Sie koennten die Definition des Klimas entsprechend Ihrer eigenen Vorsatellung interpretieren. Nehmen Sie sich ein paar Lehrbuecher zu Hand, damit Sie nicht noch mehr dummes Zeug verbreiten. Die Klimatologie ist keine Ersatzreligion fuer Dummschwaetzer.

    Fuer die uebrigen Diskussionsteilnehmer zitiere ich Monin & Shishkov (2000, http://iopscience.iop.org/1063-7869/43/4/R04):

    “The international meteorological conferences of 1935 in
    Warsaw and of 1957 in Washington recommended using
    thirty-year periods for defining the characteristics of the
    current climate of the atmosphere.”

    Daran hat sich bis heute nichts geaendert.

  8. 8 Bernd Harder 11. März 2011 um 20:50

    Hallo Herr Kramm,

    ich bin ein klein wenig empfindlich, wenn es um unsachliche Pöbeleien geht. Wenn Sie gute Argumente haben, brauchen Sie gewiss andere Diskussionsteilnehmer nicht persönlich anzugreifen und abzuqualifizieren, oder?

    Bitte mäßigen Sie sich, gegenteiligenfalls werde ich diese Diskussion hier sehr schnell beenden.

  9. 9 Gerhard Kramm 11. März 2011 um 21:09

    @Bernd Harder,

    bin ich auch, insbesondere wenn mir hier vorgeworfen wird, ich wuerde Daten selektieren. Das ist mir hier zum erstenmal unterstellt worden.

    Was gute Argumente sind, scheinen Sie ueberhaupt nicht wahrnehmen zu koennen. Ich hatte mit der Auflistung der Daten des Hadley-Centre seit 1997 nur nachgewiesen, dass an Hand dieser Daten eben nicht die Jahre 2005 und 2010 als die “waermsten” betrachtet werden koennen. Um mehr ging es gar nicht. Wieso werden den ploetzlich von Holtkamp die Temperaturen bis 1975 aufgelistet. Die habe ich weder erwaehnt noch angezweifelt.

    Eine Diskussion der global gemittelten oberflaechennahen Lufttemperatur ist im uebrigen ein Streit um des Kaiser’s Bart, weil diese Temperatur weder zu energetischen Betrachtungen noch zum Nachweis, dass die CO_2-Hypothese wahr ist, ungeeignet ist.

    MfG

  10. 10 Holtkamp 11. März 2011 um 21:20

    @Kramm”Es ging allein um die Frage hinsichtlich der “waermsten” Jahre 2005 und 2010. ”

    Auch falsch!

    Hier ist, was Sie nach der Auflistung von der von Ihnen SELEKTIERTEN daten TATSÄCHLICH behauptet haben:

    “Von einer statistisch signifikanten Erhoehung kann nun wirklich nicht die Rede sein. Dazu passt auch die Aussage von Phil Jones:

    ‘For the past 15 years there has been no ‘statistically significant’ warming.'”

    BEIDE Aussagen sind – wie hier mehrfach nachgewiesen – wegen der verkürtzen Darstellgung irrefürhrend, wobei ‘irreführend’ ein Begriff ist, den ich aus Höflichkeitsgründen verwende.

    Die Frage bleibt: Warum erwähnen Sie nur diesen Auschnitt an Daten, um eine nicht signifikante Erhöhung zu erklären?

  11. 11 Bernd Harder 11. März 2011 um 21:22

    @ Herr Kramm:

    Noch einmal: Sie können sachlich antworten, ebenso wie Ihnen nichts “unterstellt” worden ist, sondern es wurde anhand von Daten argumentiert.

    Wenn Sie der Auffassung sind, darauf mit Begriffen wie “Dummschwätzer” oder “Wer sind Sie denn überhaupt?” antworten zu müssen, wird die Diskussion nicht lange dauern.

  12. 12 Gerhard Kramm 11. März 2011 um 21:30

    @Sarma,

    Sie lenken vom Thema ab. Sie erdreisten sich, hier sog. Klimaskeptiker als Klimawandelleugner zu bezeichnen, obwohl Sie einerseits noch nicht einmal mit der Definition des Klimas vertraut sind und andererseits voellig fachfremd sind. Niemand meiner Fachkollegen wie Richard Lindzen, Syun Akasofu oder Fred Singer leugnet irgend einen Klimawandel.

    Offenbar sind Sie nicht in der Lage, Aussagen zu erfassen. Ich schrieb in meinem obigen Beitrag:

    “Dabei greifen Sie auch noch auf die von NASA-GISS zurueck, die schon mehrfach in der Vergangenheit korrigiert werden musste. Nach der entsprechenden Zeitreihe des MetOffice Hadley Centre ist immer noch 1998 das “waermste” Jahr. Hier sind die Daten der jaehrlichen Temperaturanomalie (mit Bezug auf das CLINO 1961-1990):

    1997 0.356
    1998 0.517
    1999 0.263
    2000 0.239
    2001 0.399
    2002 0.456
    2003 0.459
    2004 0.431
    2005 0.474
    2006 0.427
    2007 0.402
    2008 0.312
    2009 0.439
    2010 0.498 ”

    Es haette schon ausgereicht, an Hand der Daten fuer 2005 und 2010 zu belegen, dass immer noch 1998 das “waermste” Jahr war.

    MfG

  13. 13 Gerhard Kramm 11. März 2011 um 21:32

    @Holtkamp,

    sind Sie nicht der deutschen Sprache maechtig? Lesen Sie doch, was ich schrieb.

    MfG

  14. 14 Gerhard Kramm 11. März 2011 um 22:07

    @lab,

    gemaess dem BBC-Interview, was Sie hier korrekt zitieren, antwortete Phil Jones auf die Frage:

    BBC: “Do you agree that from 1995 to the present there has been no statistically-significant global warming.”

    Jones: “Yes, but only just. I also calculated the trend for the period 1995 to 2009. This trend (0.12C per decade) is positive, but not significant at the 95% significance level.”

    In der Online-Version der Daily Mail (http://www.dailymail.co.uk/news/article-1250872/Climategate-U-turn-Astonishment-scientist-centre-global-warming-email-row-admits-data-organised.html ) heisst es dazu:

    “Professor Jones also conceded the possibility that the world was warmer in medieval times than now – suggesting global warming may not be a man-made phenomenon.

    And he said that for the past 15 years there has been no ‘statistically significant’ warming.”

    Wir haben hier zwei verschiedene Quellen. Phil Jones hat sich in der Kernaussage nicht widersprochen. Dass seine Aussage hinsichtlich dieser Zeitspanne korrekt ist, kann man leicht nachpruefen.

    Dass der Verfasser des von Ihnen zitierten Beitrags (http://tamino.wordpress.com/2011/01/21/phil-jones-was-wrong/) wundert mich allerdings, denn haette dieser Verfasser das BBC-Interview gelesen, dann haette er feststellen koennen, dass Phil Jones einen statistisch signifikannten Trend fuer die Zeitspanne 1975-2009 belegt hat.

    MfG

  15. 15 Gerhard Kramm 11. März 2011 um 22:28

    @Bernd Harder,

    bitte belegen Sie, in welcher Weise ich hier Daten selektiert haben soll.

    Sie schreiben:

    “Wenn Sie der Auffassung sind, darauf mit Begriffen wie “Dummschwätzer” oder “Wer sind Sie denn überhaupt?” antworten zu müssen, wird die Diskussion nicht lange dauern.”

    Dabei beziehen Sie sich offenbar auf meine beiden Aussagen:

    1. Wer sind Sie eigenlich, dass Sie glauben, Sie koennten die Definition des Klimas entsprechend Ihrer eigenen Vorsatellung interpretieren.

    2. Die Klimatologie ist keine Ersatzreligion fuer Dummschwaetzer.

    zu (1): Fachfremde sollten sich an die fachspezifischen Definitionen halten. Wenn Sie damit nicht uebereinstimmen, dann sollten Sie nicht ueber Klima reden oder schreiben.

    zu (2): Wenn die Klimatologie dem Anspruch einer exakten Naturwissenschaft gerecht werden will, dann hat sie die Standards exakter Naturwissenschaften zu akzeptieren. Sonst sollten Sie die Klimatologie als Parawissenschaft einordnen.

    Kann es sein, dass meine Beitraege, die sich auf meiner wissenschaftlichen Arbeit stuetzen, nicht in Ihr Weltbild von der Klimakatastrophe passen? Wenn das so ist, dann koennen wir direkt die Diskussion abbrechen. An einer sinnlosen unwissenschaftlichen Diskussion bin ich naemlich nicht interessiert.

    MfG

  16. 16 Holtkamp 11. März 2011 um 22:33

    @Kramm

    Was Sie hier tun ist nicht nur eine Beleidigung verschiedener Personen in dieser Diskussionsrunde, sondern auch eine Beleidigung der Wissenschaft und insbesondere – mit Ihren unsäglichen Vergeleich mit der Nazi-Diktatur – auch Millionen von Opfern.

    Eine unerträgliche politische Stimmungsmache Ihrerseits.

  17. 17 Gerhard Kramm 11. März 2011 um 23:18

    @Holtkamp,

    waehrend meines Studiums in den 70er Jahren schwadronierten die selbsternannten Klimatologen noch von dem Herannahen einer neuen Eiszeit.

    Ihr Prof. Heinloth war von Hause aus Experimentalphysiker, der sich mit Teilchenphysik beschaeftigt hat. Als Mitglied der Enquete-Kommission “Vorsorge zum Schutz der Erdatmosphaere” hat er soviel physikalischen Unsinn mitgetragen, dass man nur den Kopf schuetteln kann. So heisst es z.B. im 3. Bericht dieser Enquete-Kommission von 1990:

    Zum natuerlichen Treibhauseffekt von 33 Grad C traegt

    – der Wasserdampf mit 20,6 Grad C

    – das Kohlendioxid mit 7,2 Grad C

    – das Ozon mit 2,4 Grad C

    – das Distickstoffoxid mit 1,4 Grad C

    – das Methan mit 0,8 Grad C

    bei. Der Rest verteilt sich auf eine Reihe anderer Spurengase.

    Nichts davon ist richtig, weil die 33 K, von denen hier die Rede ist, ein voellig sinnloser Wert ist.

    Heinloth hat ueberhaupt nicht verstanden, was Klima bedeutet. Von der Meteorologie, d.h. der Physik und Chemie der Atmosphaere, verstand er soviel wie ‘ne Kuh vom Samba-tanzen. Er ist das typische Beispiel fuer jemanden, der in einem Fachgebiet ausgezeichnete Leistungen erbracht hat, aber von anderen Fachgebieten kaum etwas versteht.

    In 2008 hat er noch in einem Beitrag fuer die Europaeische Akademie einen Beitrag verfasst, in dem er folgendes schrieb:

    “On the other hand, due to climate change and its potentially expensive effects, economic systems will have to face increasing
    pressure to contain or reduce further CO2 emissions.”

    Er tutete ins gleiche Horn wie viele der Kernenergie-Lobbyisten. Wer ohne irgend einen Beweis fuer die Richtigkeit der CO_2-Hypothese solchen Text verfasst, der muss sich gefallen lassen, dass man ihm Unlauterkeit vorwirft.

    MfG

  18. 18 Gerhard Kramm 11. März 2011 um 23:22

    @Holtkamp,

    warum lesen Sie nicht, was ich schrieb. Mein Beitrag bezog sich auf “The Great Transformation” und deren Zielsetzung, die eindeutig in oeko-faschistischer Richtung weist.

    MfG

  19. 19 Amardeo Sarma 12. März 2011 um 10:53

    @Kramm: Ich entnehme, dass Sie mit ihren “Fachkollegen” Richard Lindzen, Syun Akasofu und Fred Singer einem Klimwandel zustimmen. Stimmen Sie damit auch der beobachteten globalen Erwärmung als real zu? Dann könnten wir zumindest dieses Thema abhaken und uns den Ursachen zuwenden.

    Den “Streit um des Kaisers Bart”, welcher Datensatz (NASA GISS oder Met Office Hadley Centre) am besten ist und ob 1998 mit dem besonders starken El Nino oder 2010 mit einem schwächeren El Nino das wärmste Jahr war könnnen wir meinetwegen ad acta legen. Klar ist aus allen Datensätzen, dass 1998, 2005 und 2010 die wärmsten Jahre seit Jahrhunderten waren.

    Ihre Beleidigungen werde ich nicht kommentieren. Sie sind Ausdruck dafür, dass Ihnen die Argumente ausgehen. Überlegen Sie, ob Sie sich hier weiter mit solchen Poltereien selbst demontieren wollen, oder sich nicht besser an einer geordneten Diskussion beteiligen wollen.

  20. 20 Bernd Harder 12. März 2011 um 11:11

    @Herr Kramm:

    << Kann es sein, dass meine Beitraege, die sich auf meiner wissenschaftlichen Arbeit stuetzen, nicht in Ihr Weltbild von der Klimakatastrophe passen? <<

    Ich muss feststellen, dass Sie grundsätzlich belieben, an der Sache vorbeizureden. Ich habe Sie gebeten, Beleidigungen wie "Dummschwätzer" etc. zu unterlassen, mit welcher verquasten Logik Sie diese auch immer begründen.

    Dies betrifft den *formalen* Stil Ihrer Diskussion, mit "Weltbildern" hat das nicht das Geringste zu tun. Offensichtlich sind Sie nicht in der Lage, dies zu verstehen. Traurig. Und bezeichnend, weil Ausweis von blindem Fanatismus.

    Ich formuliere es nochmal anders: Wenn Sie nicht willens oder in der Lage sind, Ihre “wissenschaftliche Arbeit” sachlich und ohne persönliche Angriffe auf andere Diskussionsteilnehmer darzustellen, dann haben Sie hier nichts verloren.

    Sie selbst fordern eine “wissenschaftliche Diskussion” ein – bislang sind Sie derjenige, der eben diese Diskussion mit Arroganz und Pöbeleien behindert. Oder sind Sie der Aufassung, dass ein großer Geist wie der Ihre grundsätzlich über normale Umgangsformen erhaben ist?

  21. 21 Holtkamp 12. März 2011 um 17:26

    @Kramm: Ihre Beleidigungen nehmen kein Ende. Zitat: “’The Great Transformation’ wird von der Bundesregierung unter Kanzlerin Merkel gestuetzt. Es geht also im wesentlichen um Politik. Was soll mit dieser Politik erreicht werden …” und fahren fort mit dem Hinweis “… wurde in Deutschland die Weimarer Republik zerstoert und die Nazi-Diktatur errichtet.”. Damit werfen Sie Frau Merkel und generell der Politik Faschismus vor.

    Zu Prof. Dr. Heinloth: Seinen Engagement in Sachen Auswirkungen der Erderwärmung als “Kernenergie-Lobbyismus” zu bezeichnen und damit ihm Vorteilnahme durch die Kernenergieindustrie vorzuwerfen belegen Sie nirgends mit Fakten. Er hat sich stark für neue effiziente Methoden der Energiegewinnung eingesetzt, ohne auf Tabus Rücksicht zu nehmen. Im Bereich der Kernenergie hat er sich für die sogenannte 2te Generation von Kernreaktoren (inhärent sichere, dezentrale Reaktoren) eingesetzt, und zwar gegen die Kernernergie-Lobbyisten, die bis heute noch möglich viel Ertrag durch bestehende, veraltete Anlagen erwirtschaften wollen. Als Experimentalphysiker kennt er sich bestens mit den Auswirkungen von CO2 als Treibhausgas aus. Ich selber stehe der Kernenergie skeptisch gegenüber, werfe aber nicht jedem, der anders denkt, Kernenergie-Lobbyismus vor!

    Zum wärmsten Jahr 1998 habe ich bereits Stellung bezogen: “1998 war ein typischer Ausreißer, bedingt durch einen besonders starken El Nino.”

    Zur Politik: Die Vorhersagen über eine Temperaturerhöhung auf Grund von menschlich verursachten Emissionen von Spurengasen, wie von Heinloth oder Latif (Sverdrup Gold Medaille der Amerikanische Meteorologische Gesellschaft) wurden zu einer Zeit getroffen, als die Auswirkungen nicht sichtbar waren. Diese Vorhersagen stimmen ziemlich genau mit den tatsächlichen Auswirkungen überein, die wir heute sehen. Das Problem war, dass zu der Zeit (80er und 90er Jahre) die Auswirkungen nicht sichtbar waren und die Politik sich deshalb nicht dafür interessiert hat. Ich habe damals versucht, mit den verschiedenen Parteien Kontakt aufzunehmen. Die ‘Umweltexperten’ der Parteien – außer den Grünen – hatten keine Kenntnisse darüber, und die Grünen hatten kein Interesse, darüber öffentlich zu reden, weil sie Angst hatten, ihren anti-Kernkarft Wahlkampf zu beschädigen. Aber auch als die Vorhersagen sich bestätigten, war die Politik sehr zögernd: Die SPD wegen der Kohlepolitik und die CDU und FDP, weil sie den Bürgern keine Einschränkungen zumuten wollten. Erst als die Auswirkungen nicht mehr zu verleugnen waren, nahm die Politik Stellung, mehr als 20 Jahre nachdem Wissenschaftler dies thematisiert hatten. Frau Merkel und andere nehmen dieses endlich unabhängig von ihrer politischen Zugehörigkeit ernst, wobei gerade Frau Merkels wissenschaftliche Ausbildung im Gegensatz zum letzten amerikanischen “klimaskeptischen” Präsidenten steht (Siehe auch The Republican War on Science von Chris Mooney). Wer hier in Europa von einer politisch motivierten Diskussion spricht, Frau Merkel in die Nähe des Faschismus bringt und dabei behauptet, tiefgehende Kenntnisse eines Klimaforschers zu haben, macht dies aus genau den Gründen, die er den Politikern vorwirft: aus politischen!

  22. 22 Gerhard Kramm 12. März 2011 um 21:26

    @Bernd Harder,

    eine wissenschaftliche Diskussion setzt voraus, dass der oder die Gegenueber zumindest ueber die Grundlagen eines Fachgebiets verfuegen. Der Beitrag von Amardeo Sarma, der weder von seiner Ausbildung noch von seiner Arbeit her als Experte zu bezeichnen ist, dient nur dazu, die sog. Klimaskeptiker zu diskreditieren. Dazu hatte ich am 9. Maerz 2011, 22:30 Uhr Stellung bezogen. Die Fakten, die ich dort augelistet habe, koennen weder Sie noch andere hier in diesem Forum widerlegen. Die Arbeit, auf denen diese Fakten beruhen, wurde von drei Gutachtern “peer-reviewed”, die das betreffende Journal ueblicherweise zur Bewertung von Arbeiten heranzieht. Diese Gutachter arbeiten also auf dem gleichen Gebiet.

    Danach ging hier die Diffamierung los, zu der Sie keinen Widerspruch erhoben.

    Holtkamp (10. März 2011 um 13:58):

    “Keine signifikaten Erhöhung, wenn Sie die Daten selektieren, die Sie für Ihre Argumentation brauchen! Aber eindeutig, wenn man ehrlich ist, und alle Daten angibt, auch die vor 1997.”

    Amardeo Sarma (10. März 2011 um 17:41):

    “Gerhard Kramm: beziehen Sie sich auf die Inhalte der Beiträge statt Standardtexte mit ziemlich schwachen Pauschalsätzen hier hineinzukopieren. Ich bin echt enttäuscht, dass die Herausforderung von einem der berühmten 1000+ “dissenting scientists” dermassen mickrig ausfällt.”

    (Den Foristen Lab klammere ich aus, weil er sich auf eine andere Bezugsquelle bezog als ich.)

    Statt sich mit meinen Argumenten, die der Fachfremde Sarma als schwach bezeichnet, auseinanderzusetzen, also nur boeswillige Unterstellungen wie die “Selektion von Daten” oder das “Hineinkopieren von Pauschalsaetzen.

    Bisher hat es der Forist Sarma versaeumt, darzulegen, was denn ueberhaupt noch von der Diskussion des Klimawandels uebrigbleibt, wenn

    1. die verschiedenen physikalische Beschreibungen des sog. atmosphaerischen Treibhauseffekts aus physikalischen Gruenden zu verwerfen sind,

    2. alle Berechnungen des IPCC zur Erhoehung der globalen Oberflaechentemperatur auf einer Gleichung (“climate feedback equation”) beruht, die ebenfalls aus physikalischen Gruenden zu verwerfen ist, und

    3. die gesamte Klimamodellierung auf einer Arbeit beruht, naemlich Lorenz (1975), die nur in einem GARP-Report erschien, aber nie peer-reviewed wurde.

    Der Forist Sarma weist z.B. auf den Link von David Morrison hin. Jeder ordentlich ausgebildete Meteorologe ist in der Lage, den Fachfremden Morrison rasch zu widerlegen.

    Der Forist Holtkamp verteidigt seinen ehemaligen Professor (Heinloth), obwohl dieser als Mitglied der Enquete-Kommission “Vorsorgen zum Schutz der Erdatmosphaere” nachweislich an der Falschdarstellung der Klimawandelthematik mitarbeitete. Wenn Sie die Zielsetzung der GWUP darin sehen, Argumente ungeprueft zu uebernehmen, obwohl diese Argumente schon laengst widerlegt wurden, dann sollten Sie ueber diese Zielsetzung zumindest nachdenken.

    MfG

  23. 23 Bernd Harder 12. März 2011 um 21:33

    @Herr Kramm:

    Wieso habe ich bloß das Gefühl, bei Ihnen gegen eine Wand zu reden?

    Es geht nicht um Ihre Argumentation, sondern um Ihre Wortwahl. Sie haben in diesem Forum andere Diskussionsteilnehmer nicht als “Dummschwätzer” oder ähnliches zu beschimpfen, ist das jetzt endlich klar?

    Der Vorwurf der Datenselektion ist keine “Diffamierung”, Sie sind sich über die juristische Bedeutung dieses Begriffs anscheinend nicht im Klaren. Schimpfwörter dagegen *sind* eine Diffamierung.

    Bitte versuchen Sie jetzt bloß nicht, mir zum vierten Mal erklären zu wollen, wie dumm die anderen Diskussionsteilnehmer sind – hören Sie einfach auf, herumzupoltern. That’s all.

  24. 24 Holtkamp 12. März 2011 um 21:50

    @Kramm
    Ich zitiere aus Ihren bisherigen “wissenschaftlichen” Beiträgen:

    “Dummschwätzer”, “sind Sie nicht der deutschen Sprache maechtig”, “Offenbar sind Sie nicht in der Lage, Aussagen zu erfassen”, “schwadronierten”, “selbsternannten Klimatologen”, “Wer sind Sie denn überhaupt?”, “nicht verstanden, was Klima bedeutet”, “wie ‘ne Kuh vom Samba-tanzen”, “Er tutete ins gleiche Horn”, “soviel physikalischen Unsinn”

  25. 25 Gerhard Kramm 12. März 2011 um 22:02

    @Holtkamp,

    Sie meinen also, wenn die Bundeskanzlerin Merkel “The Great Transformation” unterstuetzt, dann ist alles akzeptiert, egal wie die Zielsetzung dieser Transformation ist. Falls Sie es nicht wissen, Frau Merkel war aktive Kommunistin in der ehemaligen DDR. Sie diente als Bezirkssekretaerin der FDJ fuer Agitation und Propaganda. Was ihre physikalische Ausbildung angeht, sind Sie offenbar schlecht informiert. Sie hat ihr Diplom in Physik mit einer Arbeit im Bereich der physikalischen Chemie (Der Einfluß der räumlichen Korrelation auf die Reaktionsgeschwindigkeit bei bimolekularen Elementarreaktionen in dichten Medien) erhalten. Ihre Dissertation fertigte sie direkt im Bereich der physikalischen Chemie (Untersuchung des Mechanismus von Zerfallsreaktionen mit einfachem Bindungsbruch und Berechnung ihrer Geschwindigkeitskonstanten auf der Grundlage quantenchemischer und statistischer Methoden) an.

    Wen die AMS mit was auszeichnete ist doch kein Kriterium fuer die Richtigkeit einer wissenschaftlichen Aussage. Die AMS ist doch ein massgeblicher Foerderer der wissenschaftlichen Unredlichkeit in der Klimatologie. Ohne diese Klimawandeldiskussion waeren AMS und AGU doch weitaus weniger bedeutsam.

    Wie Haefele hat auch Heinloth nachweislich Attacken gegen das CO_2 geritten, die wissenschaftlich bis heute nicht begruendet werden koennen. Diese Attacken sind dokumentiert.

    Wenn Sie nun zugeben, das 1998 das “waermste” Jahr war, warum warfen Sie mir den Datenselektion vor. Nichts anderes wollte ich veranschaulichen. Offenbar negieren Sie immer noch, dass sowohl 2005 als auch 2010 von El Ninos beeintraechtigt wurden.

    Haben Sie noch immer nicht verstanden, dass ein Trend in der global gemittelten oberflaechennahen Lufttemperatur nichts mit der statistischen Beschreibung des Klimas zu tun hat. Diese globale Mitteltemperatur ist voellig nichtssagend, was von verschiedenen Autoren in begutachteten (peer-reviewed) Artikeln belegt wurde. Warum wollen Sie diesen Sachverhalt ignorieren?

    Es gibt Leute in der Klimaskeptiker-Szene (z.B. EIKE), die staendig an Hand von 12-jaehrigen Trends nachweisen wollen, dass das Klima sich in Deutschland “abkuehlt” hat. Ebenso wie Sie begreifen diese Leute nicht, dass ein Trend nichts mit Betrachtungen zur statistischen Klimatologie zu tun hat.

    MfG

  26. 26 Gerhard Kramm 12. März 2011 um 22:24

    @Holtkamp,

    im Gegensatz zu Ihnen habe ich ein Diplom (Universitaet zu Koeln) und ein Doktorat (Fachbereich Physik, Humboldt-Universitaet zu Berlin) in Meteorologie, die zusammen mit der physikalischen Ozeanographie die Schluesseldisziplinen darstellt. Ich arbeite als Research Associate Professor of Atmospheric Sciences am Geophysical Institute, University of Alaska Fairbanks (UAF). Seit 2003 gehoere ich ausserdem dem College of Natural Science and Mathematics, UAF, als Associate Faculty an.

    Zu meinen Arbeitsgebieten im Bereich der theoretischen Meteorologie zaehlen, atmosphaerische Turbulenz und Physik der atmosphaerischen Grenzschicht (einschliesslich Bodenphysik), Energetik der Atmosphaere, atmosphaerische Chemie sowie Wolkenphysik. Hierzu habe ich eine Vielzahl von Publikation (peer-reviewed) veroeffentlicht.

    MfG

  27. 27 Bernd Harder 12. März 2011 um 22:29

    Hallo Herr Kramm,

    wir erstarren in Ehrfurcht.

    Das gute alte Argumentum ad verecundiam.

    Kleines Problem: Die Berufung auf Autoritäten beweist gar nichts. In der Wissenschaft gibt es keine Autoritäten.

    Kommt irgendwann noch mal etwas Substanzielles von Ihnen? Beantworten Sie irgendwann mal eine Frage, die an Sie gestellt wurde? Langsam beginnt mich das Ganze nämlich zu langweilen.

  28. 28 Holtkamp 12. März 2011 um 22:49

    @Kramm: Ein letztes mal: Sie haben die Daten ab 1997 benutzt um folgende Aussage zu untermauern. Ich *zitiere*: “Von einer statistisch signifikanten Erhoehung kann nun wirklich nicht die Rede sein.”
    Dass diese Schlussfolgerung *eindeutig falsch* ist, wäre offensichtlich, wenn Sie die Daten vor 1997 mit angegeben hätten.
    Also handelt es sich um eine Selektion. Das ist kein Vorwurf, sondern eine Feststellung.

    Das El Nino für 1998 verantworlich ist, habe ich bereits in meiner ersten Stellungnahme am 10. März 2011 um 13:58 geschrieben. Sie schreiben: “Offenbar negieren Sie immer noch, dass sowohl 2005 als auch 2010 von El Ninos beeintraechtigt wurden.” Habe ich nicht gemacht. Tun Sie bitte dass, was Sie mir vorwerfen: *lesen*!

    Aber mehr dazu hier: (http://chartsgraphs.wordpress.com/2011/01/25/comparison-of-2011-11-el-nino-la-nina-cycle-with-previous-cycles/) Interessant ist hier die Aussage, dass die Abweichung der Oberflächentemperatur durch El Nino 1998 wie 1973 und 1984 zu den *besonders starken* gehören. Auch nach den Met Office Hadley Center Daten ist der 1998er Spitzenausreisser aus dem langfristigen Trend (wie die 1973er und 1983er Spitzen) wesentlich deutlicher ausgeprägt, als die von 2010.

    Sie schrieben auch: “im Gegensatz zu Ihnen habe ich ein Diplom (Universitaet zu Koeln) und ein Doktorat (Fachbereich Physik, Humboldt-Universitaet zu Berlin)…”
    Wie süß! Wir sind alle *beindruckt*! Sie sind ein Held!

  29. 29 Gerhard Kramm 12. März 2011 um 23:36

    @Bernd Harder,

    Sie schrieben:

    “Der Vorwurf der Datenselektion ist keine “Diffamierung”, Sie sind sich über die juristische Bedeutung dieses Begriffs anscheinend nicht im Klaren. Schimpfwörter dagegen *sind* eine Diffamierung.”

    Hier meine Antwort:

    fuer einen Wissenschaftler gilt der unberechtigte Vorwurf der Datenselektierung als Diffamierung. Ob das im juristischen Sinne so gehandhabt wird, ist also voellig unbedeutend.

    MfG

  30. 30 Gerhard Kramm 13. März 2011 um 00:54

    @Amardeo Sarma,

    Sie schrieben:

    “Ich entnehme, dass Sie mit ihren “Fachkollegen” Richard Lindzen, Syun Akasofu und Fred Singer einem Klimwandel zustimmen.Stimmen Sie damit auch der beobachteten globalen Erwärmung als real zu?”

    Obwohl ich hier bereits den Unterschied zwischen Lima und Temperaturtrend beschrieben habe, versuchen Sie wiederum diese beiden Begriffe miteinander zu verknuepfen, obwohl sie gar nicht miteinander zu verknuepfen sind. Ich frage mich, warum Sie das versuchen?

    Klima und Klimawandel haben nichts mit einem Trend in der global gemittelten oberflaechennahen Luftemperatur zu tun, egal ob dieser Trend eine Zunahme oder Abnahme belegt. Selbst ein Trend von 30 Jahren, wie ihn Schellnhuber auf der Jahrestagung des Deutschen Atomforums 2010 praesentierte, sagt nichts ueber einen Klimawandel aus. Das ist eine Fehlinterpretation des Begriffs Klima.

    Wenn Klima das Ergebnis der statistischen Beschreibung des lokalen bzw. regionalen Wetters (ein globales Wetter existiert nicht) fuer eine Zeitspanne von mindestens 30 Jahre ist, dann bedeutet Klimawandel die Aenderung des Ergebnis von einer Klimaperiode zu einer Referenzklimaperiode, was zumindest Zeitreihen von 60 Jahren voraussetzt. Wesentlich fuer die Auswahl der Laenge einer Klimaperiode ist die fundamentale Anforderung der Statistik, dass die zu behandelnden Beobachtungen einen hohen Grad an Zufaelligkeit aufweisen. Nur dann ist die Anwendung statistischer Verfahren gerechtfertigt. Das bedeutet konsequenterweise, dass z.B. systematische Fehler grundsetzlich zu beseitigen, und wenn das nicht moeglich ist, zumindest zu minimieren sind. Erst dann sind statistische Groessen wie Mittelwert, Varianz, Schiefe und Kurtosis zu berechnen. Diese Groessen spielen in der statistischen Klimatologie eine wesentliche Rolle, z.B. um Wahrscheinlichkeitsdichtefunktionen zu erstellen und daraus Schluesse hinsichtlich dees Auftretens von Extremwettersituationen zu ziehen.

    Ein anderer Aspekt, den Sie beachten muessen, ist, dass selbst ein statistisch belegter Klimawandel nichts ueber die Ursache aussagt. In der Statistik existiert das huebsche Beispiel der Unsinnskorrelation das sich mit dem Rueckgang der Zahl der Stoerche und der Zahl der Geburten befasst. An Hand eines solchen Beispiels wird aufgezeigt, dass selbst im Falle einer guten Korrelation mit Koeffizienten von groesser als 0.7 noch lange nicht ein kausaler Zusammenhang nachgewiesen worden ist. Fuer das Climate Normal 1961-1960 betraegt z.B. der Korrelationskoeffizient im Falle der Mauna Loa-CO_2-Konzentration und der nordhemisphaerischen Temperatur noch nicht einmal 0,5, wenn Jahresmittelwerte herangezogen werden. Im Falle der monatlichen Mittelwerte ist die Korrelation noch schlechter.

    Im 4. Bericht der WGI zum IPCC von 2007 ist eine Abbildung dargestellt, die das “net anthropogenic radiative forcing” (RF) fuer die Zeitspanne 1750 – 2005 fuer die einzelnen Groesen darstellt. der Mittelwert von RF betraegt 1,6 W/m^2. Dieser Wert kann nicht durch Beobachtungen verifiziert werden. Es ist eine rein rechnerische Groesse, deren Berechnungsmethode vom wissenschaftlichen Standpunkt aus nahezu sinnlos ist.

    Viel schlimmer als das, ist jedoch die wissenschaftliche Unverfrorenheit der meisten Klimamodellierer zu behaupten, an Hand dieses Signals liesse sich mit Hilfe von Klimamodellen (richtiger globale Zirkulationsmodelle) nachweisen, dass im wensentlichen die sog. Treibhausgase fuer die Erhoehung der globalen Mitteltemperatur verantwortlich sind. Kein existierendes GCM verfuegt ueber eine so hohe Genauigkeit, dass eine solche Aussage gerechtfertigt ist. Fuer ein geophysikalisches System ist ein Wert von 1,6 W/m^2 allenfalls ein Rauschsignal.

    MfG

  31. 31 Amardeo Sarma 13. März 2011 um 09:49

    @Kramm: Beantworten Sie meine Frage doch einfach. Stimmen Sie dem zu, dass die durchschnittlichen globalen Temperaturen (Land, Meeresoberfläche) steigen?

  32. 32 Bernd Harder 13. März 2011 um 10:44

    @Herr Kramm:

    Ihre Tendenz, sich grundsätzlich über alles hinwegsetzen zu wollen, was außerhalb Ihrer Weltsicht liegt, amüsiert mich. Für Sie mögen Recht und Gesetz keine formale Gültigkeit haben – für dieses Forum schon.

    Außerdem versuchen Sie schon wieder ein recht durchsichtiges Ausweich- und Ablenkungsmanöver, um bloß nichts mal zur Sache sagen zu müssen: Selbst wenn Sie als *Wissenschaftler* den Vorwurf der *Datenselektion* als *Diffamierung* empfinden, ist das weitgehend eine Sache Ihrer subjektiven Empfindlichkeit.

    Das gibt Ihnen durchaus kein Recht, mit objektiven Diffamierungen bzw. Schimpfwörtern zu antworten, für die Sie (und damit das ganze Forum) juristisch belangt werden könnten.

  33. 33 Holtkamp 13. März 2011 um 11:54

    @Kramm: “Ein anderer Aspekt, den Sie beachten muessen, ist, dass selbst ein statistisch belegter Klimawandel nichts ueber die Ursache aussagt”

    Es stimmt, dass es gefährlich ist, Schlußfolgerungen aus nachträglich festgestellten, statistischen Trends und Korrelationen zu ziehen. Das Beispiel “Störche” ist eine solche nachträglich festgestellte Kuriosität, die ich selbst oft verwende.

    Es ist etwas anderes, aufgrund einer Hypothese, *erst* spezielle Vorhersagen zu machen, die *dann* eintreffen. Ihr Einwand trifft in einem solchen Fall *nicht* zu.

    Ein Klimawandel wurde in der 80ern aufgrund von durch Menschen verursachte Emissionen von Spurengasen vorhergesagt und die Messungen haben die Hypothese bisher bestätigt. So funktioniert Wissenschaft. Bei Ihnen nicht?

  34. 34 Fränzchen 6. August 2011 um 16:43

    Eine interessante Diskussion geht hier ab. Ich empfehle als Referenzpunkt für gut aufbereitete aktuelle Forschungsergebnisse (inklusive sachlicher Beantwortung zynischer oder altbackener Klimawandelleugner-Beiträge) das klimalounge-blog von Rahmstorf et al.: http://www.scilogs.de/wblogs/blog/klimalounge

  35. 35 Davide Orlando 23. Februar 2014 um 18:48

    Die grüne Ideologie ist nicht nur ganz links und rechts http://www.tagesspiegel.de/politik/rechtsextremismus-wie-neonazis-die-oekoszene-ausnutzen/6139066.html zu finden, sondern auch in der Mitte der Gesellschaft.
    Und da wir immer weniger Religioten in Europa haben, braucht es halt eine Ersatzreligion. http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/klimapolitik_schnee_von_gestern Mit Wissenschaft hat das schonlängst nichts mehr zu tun. Aus der Geschichte http://www.morgenpost.de/web-wissen/article1221458/Als-uns-vor-30-Jahren-eine-neue-Eiszeit-drohte.html http://www.science-skeptical.de/klimawandel/wissenschaft-im-dienst-der-ideologie/0010349/ lernt man anscheinend auch nicht.
    Die Häresie http://de.ibtimes.com/articles/25963/20120822/vaclav-klaus-arroganz-der-klimaretter-ist-erschreckend.htm der sogenannten Weltretter ist lächerlich.
    Seit über 15 Jahre stagniert die Temperatur, obwohl der CO2-Anteil stetig steigt “und” trotzdem wird ein Weltuntergang prophezeit.
    Es tut mir Leid, aber ich kann euch einfach nicht ernst nehmen. Ich habe nur noch tiefste Verachtung gegenüber grünen Dogmaten, Irrationalen, Ideologen und Idiokraten. Sogar im Buch: Keine Macht den Doofen, wird die grüne Ideologie mit dem Weltuntergang propagiert.

    Nicht zu vergessen, das Spurengas CO2 hat einen Anteil von maximal 0,04%.

    “Auf Grönland gab es während der letzten Eiszeit abrupte Klima-Umschwünge. Diese führten innerhalb weniger Jahrzehnte zu Temperaturschwankungen von bis zu zehn Grad Celsius. Hervorgerufen wurden diese Sprünge durch Änderungen in der Stärke der atlantischen Umwälzbewegung, die Wärme in hohe nördliche Breiten transportiert. Verstärkte sich diese Wärmepumpe plötzlich, kam es zu einer stärkeren Umverteilung von Wärme aus dem Südozean in den Nordatlantik”, sagt Mitautor Gregor Knorr vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft.
    http://derstandard.at/1319181377611/Klimawippe-Antarktische-Eisbohrkerne-entschluesseln-Groenlands-Klimageschichte

    http://www.pressetext.com/news/20121030019
    IPCC, Greenpeace, WWF und der Bauernverband sind genauso Lobbys. Sowie auch alle Solar, Windräder und Co als Lobby definiert sind.

    “«Es ist immer die Rede von der Stromlobby, der Pharmalobby. Aber wenn Greenpeace beim Bundesumweltministerium genau das Gleiche macht, dann ist das kein Lobbyismus», gibt Straßner zu bedenken.”
    http://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/Agrarpolitik/Demokratie-durch-Lobbyismus-gefaehrdet_article1372235561.html

  36. 36 Bernd Harder 23. Februar 2014 um 18:52

    @Davide Orlando:

    < < Es tut mir Leid, aber ich kann euch einfach nicht ernst nehmen. << Aha. Und das glauben Sie aus Ihren einseitig und wild zusammenkopierten Artikeln und Zitaten ableiten zu können? Außerdem unterstellen Sie mir mal bitte keine "grüne Ideologie", wenn Sie mich nicht kennen. Und falls Sie mal Zeit haben: http://www.csicop.org/si/show/has_global_warming_stopped/


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